Leserbrief zum Weser-Kurier Artikel Blühende Deich - "Blüten ohne Bienen" 29.04.2018

 

Wie Schön, dass der Deichhauptmann des Deichverbandes rechts der Weser, Michael Schirmer, von dem Blütenteppich auf den Deichen des Blocklandes schwärmt.

 

Wie schön, dass der der Deichverband und der Naturschutzverband BUND von einer "win-win-Siutation" sprechen.Die Blütenvielfalt macht den Deich durch das Wurzelwerk sicherer und stabiler.

 

Das gilt doch sicher auch für den Deich links der Weser. Merkwürdigerweiser setzen sich der Deichverband links der Weser und der BUND hier nicht für den Naturschutz ein. Im Gegenteil: Sie wollen die Platanen am Neustädter Deich nicht vor den Abholzplänen des grünen Umweltsenators schützen. Im Blockland macht das Wurzelwerk den Deich sicherer. Hier jedoch macht das Wurzelwerk der Platanen den Deich angeblich unsicher ? Wie kann das sein ? Wie schön wäre es , wenn man hier den Gründeich mit Wildblumen einsät und auch hier die "win-win-Situation" herstellt. Naturschutz ist auch immer Menschenschutz. Hochwasserschutz ist mit den ehrwürdigen Pla tanen möglich.Mit einer Spundwand straßenseitig z.B.sind die prächtigen Bäume zu erhalten, wie das praktisch vorhandene Beispiel in Brake zeigt. Doch genau dies will Senator Lohse nicht.

 

 

 

 

Reinhard Lippelt

 

Link zum WK Artikel "Blüten ohne Bienen"

 

 

Leserbrief zum Interview mit Senator Lohse „Wesermündung abdeichen“ vom 11.4.2018

 

Erneut beschwört Senator Lohse die Urangst der Bremer in der Neustadt vor Überflutung um seine wahren Absichten einer neoliberalen Ufergestaltung á la Überseestadt zu verschleiern. Aus dem Generalplan Küstenschutz lässt sich hingegen ableiten, dass mit der einfachen und kostengünstigen Maßnahmen, z.B. einer staßenseitigen Spundwand der Deichschutz der Stadtstrecke optimiert werden kann. Ich möchte einen grünen Deich mit Platanen bewahrt sehen und nicht gegen eine Mauer schauen.

 

Joachim Streicher

 

Leserbrief zum Artikel "Grüne für Platanenabholzung  am Deich vom 18.2.19 (nicht veröffentlicht)

Verständigung nicht erwünscht
"Man halte den Austausch mit der Bürgerinitiative für sehr wichtig ", so der Vorstand der Bremer Grünen Saxe.Wie dieser Austausch aussehen soll, hat Saxe in Klartext in dem Antwortschreiben an die Bürgerinitiative, die einen Dialog eingefordert hatte, gleich mal vorgeben.Dass man Hochwasserschutz mit dem Erhalt der 136 Plantanen gewährleisten kann, (was nach der Machbarkeitsstudie durchaus möglich ist) soll nicht zum Thema gemacht werden.Genau so hatte der grüne Umweltsenator Lohse von vornherein jedes Gespräch hierüber verunmöglicht.Statt nun darüber zu sprechen, werden die vielleicht noch zweifelnden  Mitglieder der Grünen per ausführlichen Brief zur Meinungsbildung aufgefordert. Dabei werden die gleichen unwahren Argumente weiter verwendet, mit denen der Senator schon Beirat und Baudepuation beeindruckt hat. Baumschutz und Nachhaltigkeit, Hochwasserschutz und Klimaveränderung seien Kernthemen der Grünen.Da stehen nun über Jahrzehnte 136 große ehrwürdige Platanen auf dem Deich, die aber laut den  Parteivorsitzenden der Grünen " dort nicht zu suchen haben". Die Bäume sind von unseren Vätern mit Bedacht auf den Deich gesetzt worden, weil sie sich gegenseitig unterstützen und den Deich Sicherheit geben. Der Beweis : Alle Orkane(auch den letzten großen) haben sie unbeschadet überstanden.
Mit einem erdachten Schrechensszenario sollen Bürger und Parteimitglieder dazu gebracht werden dem Todesurteil für die Bäume zuzustimmen." Wenn nur eine Platane enwurzelt würde, würde ein großes Loch in den Deich gerissen, es käme zu einem Dominoeffekt und eine Platane nach der anderen würde umstürzen, den Deich zerstören und dies würde die Überschwemmung der ganzen Neustadt zur Folge haben. Bei Sturm würden die Bäume wackeln, die Wurzeln würden den Deich auflockern-ein Alptraum". Warum aber immer wieder dieses Schreckensszenario, wenn doch eine Spundwand gebaut werden soll, die dann den Hochwasserschutz bildet und nicht mehr der Deich."Der Bau einer Spundwand  würde die Bäume so schädigen, dass sie nicht zu erhalten seien".Dabei sieht man in Brake, dass man Spundwände auch sensibel iso  bauen kann,dass große Bäume nicht geschädigt werden, was ja auch den angrenzenden Häusern zugute käme. 2006 in Brake gebaut und öffentlich dokumentiert, kann man sogar sehen, wie so etwas gemacht worden ist.
Aber Senator und Vorstandvorsitzende wollen diese Platanen nicht. Dazu müssen sie weiter schlecht geredet werden.Massaria-Pilz ist keine unheilbare Pest, sondern kann behandelt werden,die Bäume sind weder zu alt noch zu krank. Die Nachhaltigkeit dieser geplanten Abholzaktion liegt allein in dem ungeheuren stadtökologischen Schaden, der angerichtet wird. Nachpflanzungenn helfen da nicht, die  junge Bäume brauchen mindestens 40 Jahre bis sie ähnlich ökologische Leistungen vollbringen können wie die jetzt schon vorhanden Platanen. Statt die Segnungen , die uns diese Bäume geben(Atmosphäre, Feinstaubbindung, Lärmschutz.Luft verbesserung usw.) in der Gegenwart zu erhalten, wollen die Grünen im Wahlkampf mit theoretischen Zukunftsvisionen beim  Wähler punkten. Wenn die Glaubwürdigkeit der Grünen weiter so rapide verloren geht, wird es diese Partei in der Zukunft nicht mehr geben.
Reinhard Lippelt

Steuergelder für Abholzaktion (12.03.18)

 

Senator  Lohse scheut sich nicht, auch den Deputierten die gleiche Unwahrheit aufzutischen, wie der Öffentlichkeit.

"es gebe keine Maßnahme, die es möglich mache, die Platanen zu erhalten", behauptet er weiterhin, obwohl in der Machbarkeitsstudie, die jeder nachlesen kann, mehrere Varianten beschrieben werden, wie Hochwasserschutz mit dem Erhalt der Platanen sehr wohl möglich ist. Nur in der von ihm gewünschten Vorzugsvariante, die seine Art von Stadtplanung über die ökologische Leistung der Bäume stellt, haben die Platanen keine Chance. An dieser Entscheidung festzuhalten, angesichts der Belastung der Luft und drohenden Fahrverboten ist ungeheuerlich.Da winken die Deputierten für Umwelt und Bau mal eben "vorerst " € 700000.- durch, zusammen mit  den Kosten für den Gestaltungswettbwerb ohne Planten in Höhe von € 130000.- ,  sind das  schlappe € 830000.- Steuergelder des" Haushaltsnotlageland Bremen" . Ausgebenes Steuergeld, man kennt es von anderen Bauvorhaben, wird später als Argument dafür dienen, dass man jetzt nicht mehr zurück könne, weil ja schon so viel Geld ausgegeben worden sei.

Dabei sind die stichhaltigen Argumente der Bürgerinitiative sowohl dem Senator als auch den Deputierten oft genug vorgetragen worden.Doch eine Diskussion mit einer wirklichen Bürgerbeteiligung . bei der in Ruhe Natur-und Klimaschutz mit Hochwasserschutz abgewogen werden könnte,, z.B. mit einen "runden Tisch" soll es einfach nicht geben.

 

Reinhard Lippelt